Wie ich mit Enttäuschungen umgehe

von Maria Gerecke

Wenn man von einem Verlag eine Absage bekommt, dann ist das immer ein unangenehmes Gefühl. Ich versuche dieser Enttäuschung zu entgehen, indem ich sozusagen einen Betatest mache. Manchmal schreibe ich nur für mich selbst, aber meistens für Freunde und Familie. Von ihnen bekomme ich mein erstes Feedback, was mir besonders dabei hilft, Feinheiten zu verbessern. In meinen Augen ist die wichtigste Eigenschaft eines jungen Autors, Kritik annehmen zu können.

Eine Ablehnung besteht in den meisten Fällen nur aus einer Mailvorlage mit eingefügtem Namen und sehr oft bekommt man überhaupt keine Rückmeldung und erfährt nie den Grund für die Absage.  Da auf diesem Weg also kein konstruktives Feedback zu erwarten ist, betrachte ich meine Werke selbst sehr kritisch.

Außerdem bedeutet eine Ablehnung nicht, dass das Manuskript schlecht ist. Vielleicht passt es nicht in das geplante Verlagsprogramm, es entspricht nicht dem erwarteten Stil oder ein anderes Manuskript hat den Verlegern schlicht besser gefallen. Es gibt eine Vielzahl an Gründen, warum es zu einer Ablehnung kommen kann.

Trotz der Enttäuschungen, die jeden Neuling in dieser Branche erwarten, darf die Leidenschaft nicht verloren gehen. Lieber nur ein kleines Publikum, als mit dem Schreiben aufzuhören. 

 

 

 

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