Warum ich mit dem Schreiben angefangen habe

von Maria Gerecke

In meiner Grundschule gab es in der 2. Klasse einen Geschichtenwettbewerb, an dem alle Kinder freiwillig teilnehmen konnten. Ich habe also nach einer Idee gesucht und da ich grade die Märchen von Astrid Lindgren gelesen hatte, schrieb ich über einen Kobold, der mir auf meinem Schulweg begegnete. Als Kind hat man den Vorteil, nicht über die Qualität seiner Arbeit nachdenken zu müssen. Meine Eltern haben, wie das bei den eigenen Kindern so ist, meine Geschichte geliebt und gelobt und darum habe ich weitergemacht.

Sehr schnell wurde das Schreiben für mich zum Ventil, um alle möglichen Gefühle zu verarbeiten, aber auch um sie zu konservieren. Das ist auch heute noch meine größte Motivation: mich selbst in Worten auszudrücken und zwar wann und wie ich es für gut und richtig halte. Wenn das, was ich schreibe, auch anderen gefällt und ich damit vielleicht sogar ein bisschen Geld verdienen kann, dann ist das ein schöner (und zweifellos sehr angenehmer) Nebeneffekt. Profit kann aber nicht die Freude am Schreiben ersetzen.

Meine Geschichte wurde damals in der Grundschule übrigens abgelehnt, weil ich sie einen Tag zu spät abgegeben habe. Merke: Wenn es eine Abgabefrist gibt, dann sollte sie auch eingehalten werden ;)