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Vlad III. als Dracula

"Die Gechicht Dracole Waida", CC-PD

 

Er ist der Fürst der Finsternis. Fällt der Name Dracula, entsteht in der Fantasie meist das Bild des bösartigen Untoten, des blutsaugenden Vampirs, der das London des ausgehenden 19. Jahrhunderts unsicher macht. Wohl kaum ein Anti-Held hat solche Bekanntheit erlangt wie dieser. Bram Stoker hat mit seinem Werk einen Mythos geschaffen, der bis heute in unzähligen Adaptionen in Romanen, Filmen, Comics und Musik fortbesteht. Doch Dracula ist keine reine Fiktion, er beruht auf einem historischen Vorbild: Vlad III. Drăculea lebte im 15. Jahrhundert und entstammte einer walachischen Fürstendynastie. Inwieweit entspricht nun der Vampir Dracula dieser spätmittelalterlichen Gestalt? Warum wurde ausgerechnet er von Stoker – der die entsprechenden Quellen wohl zum Großteil durch den Orientalisten Arminius Vambery kannte – zum Vorbild für seinen Antagonisten genommen?

 

Vlad der Feldherr

 

Vlad III. lebte in einer Welt des Krieges. Die Walachei war seit langer Zeit ein stark umkämpfter Raum, als der junge Vlad 1431 als Sohn des gleichnamigen Woiwoden geboren wurde. Sein Vater trug den Beinamen dracul, der Drache. Drăculea bedeutet dann soviel wie „der Sohn des Drachen“. Vlads Vater regierte ein Fürstentum, das stark bedrängt wurde: Am Rand des christlichen Abendlands gelegen, drangen die Osmanen immer weiter nach Westen vor. Nominell gehörte die Walachei zum Königreich Ungarn. Für den älteren Vlad galt es nun also, einerseits seinem König die Treue zu halten, andererseits irgendwie dem osmanischen Ansturm zu widerstehen. Als wäre dies nicht genug, hatte er auch noch innenpolitische Konflikte, geboren aus der Besiedlung der Gegend durch vier verschiedene Ethnien, zu lösen. Der Woiwode fuhr in dieser Situation einen gefährlichen Kurs: Er wechselte die Seiten, je nachdem, wie es die jeweilige Lage erforderte. Ein Beispiel: 1437 musste Dracul sich dem Druck der vordingenden Osmanen beugen und sein Fürstentum in die Tributpflicht führen. Bereits drei Jahre später kämpfte er jedoch wieder für die christliche Sache, als der siebenbürgische Woiwode Johann Hunyadi einen militärischen Erfolg nach dem anderen gegen den Sultan errang.

 

Sich der Sprunghaftigkeit seines Vasallen bewusst, suchte Sultan Murad II. dessen Treue dadurch abzusichern, dass er die Söhne des Woiwoden an seinem Hof als Geiseln hielt – ein zu damaliger Zeit durchaus gewöhnliches Vorgehen. Der jüngere Vlad und sein Bruder Radu erhielten am osmanischen Hof nun eine umfassende Bildung; vermutlich sollten sie nach ihrer Rückkehr von der Überlegenheit der osmanischen Kultur berichten.

 

Nach dem Tod seines Vaters – Dracul hatte erneut die Seiten gewechselt und dafür einen hohen Preis bezahlt – strebte Vlad nach dem Fürstenthron der Walachei. Um sich durchsetzen zu können, benötigte er jedoch osmanische Unterstützung, dank der er 1448 an die Macht gelangte. Der Siebenbürger Hunyadi hatte jedoch eigene Vorstellungen hinsichtlich der walachischen Thronfolge; er vertrieb Vlad bereits zwei Monate später und setzte seinen eigenen Kandidaten ein. Für den jungen Mann begannen nun Jahre der Wanderschaft. Ausgestattet mit einem mehr oder minder legitimen Thronanspruch war Vlad auf der Suche nach Verbündeten. Inzwischen folgte im Osmanischen Reich Mehmet II. seinem Vater Murad auf den Thron. Der ehrgeizige neue Sultan rüstete zum erneuten Sturm auf Europa und eroberte 1453 Konstantinopel. Plötzlich war die Gefahr für Zentraleuropa viel konkreter geworden! Der Wegfall der christlichen Schutzmacht am Bosporus erzeugte einen immensen Druck auf die Herrscher des Abendlandes. Auch die Walachei wurde zum Ziel Mehmets. Der dort eingesetzte Fürst vermochte dem Ansturm nicht zu widerstehen und unterwarf sich dem Sultan. Hunyadi sah nun die osmanischen Truppen vor der eigenen Tür, weshalb er sich beeilte, den vertriebenen Vlad auf den Thron zu hieven – er versprach sich von ihm militärische Erfolge, war der junge Mann doch seit seiner Kindheit mit der osmanischen Kultur vertraut.

 

Der neue Woiwode handelte schnell. Er schloss Bündnisverträge mit dem ungarischen König und den Sachsenstädten, einflussreichen Handelsorten deutscher Siedler in der Region. Der neue Vertrag wurde bald auf die Probe gestellt, als Mehmet 1456 in die Walachei einfiel. Prompt versagten die Sachsenstädte die versprochene Unterstützung. Der Feldzug ging verloren, Vlad musste den Osmanen tributpflichtig werden. Als Reaktion schränkte der Woiwode die sächsischen Handelsprivilegien in der Walachei ein, woraufhin die Städte einen Thronprätendenten bei sich aufnahmen. Vlad forderte dessen Herausgabe, erhielt jedoch eine ablehnende Antwort. Daraufhin ging er im Frühjahr 1457 gegen die Sachsen vor und führte brutale Strafexpeditionen durch, erst drei Jahre später wurde ein Waffenstillstand ausgehandelt. Machte sich Vlad hierdurch ziemlich unbeliebt bei den Großen im eigenen Reich, entmachtete er noch dazu den Hochadel, um sich selbst als starke Zentralgewalt zu etablieren. 1460 fühlte er sich mächtig genug: Er verweigerte den fälligen Tribut und erklärte dem Sultan den Krieg.

 

Derweil war in Rom Enea Silvio Piccolomini als Pius II. zum neuen Papst erwählt worden. Der neue Heilige Vater fasste nun sogleich den Beschluss, ein gesamteuropäisches Bündnis gegen die Osmanen zu schmieden. Ein solcher Plan stieß bei den Herrschern betreffender Länder jedoch auf wenig Gegenliebe, sodass sich schließlich nur Vlad und der ungarische König Matthias Corvinus zum Waffengang bereit fanden. Der walachische Woiwode ging 1461 gegen die Osmanen vor und verwüstete Teile des heutigen Bulgariens. Im Februar 1462 schickte er Corvinus zwei Säcke voll abgetrennter Ohren und Nasen zum Beweis seines Erfolgs. Hiermit wollte er um Unterstützung zur Abwehr von Mehmets unweigerlich erfolgenden Gegenschlags werben. Corvinus jedoch war durch innenpolitische Streitigkeiten gebunden und fürchtete weiterhin die Rache der Osmanen, sodass er den Woiwoden vertröstete. In der Zwischenzeit musste sich Vlad aus Bulgarien zurückziehen, da die Osmanen seinen Bruder Radu als neuen Fürsten der Walachei etablieren wollten. Der ungarische König hatte sich mittlerweile gegen Vlad entschieden, brauchte jedoch eine Rechtfertigung, da er dem Papst ja Unterstützung der militärischen Aktionen zugesagt hatte. In dieser Situation tauchten drei Briefe auf, die Vlad an hohe osmanische Würdenträger geschrieben haben soll. Corvinus ließ den Woiwoden auf dieser Grundlage als Verräter verhaften. Bis heute ist die Forschung uneinig, ob es sich bei den Schriftstücken um Fälschungen handelt.

 

Mitte der 1470er Jahre kam es erneut zu militärischen Auseinandersetzungen mit den Osmanen und Vlad Drăculeas Dienste als Feldherr wurden wieder benötigt. Zusammen mit dem siebenbürgischen Woiwoden Stefan Báthory sollte Vlad Stefan von Moldau unterstützen. Hierfür setzte man ihn erneut als Woiwoden der Walachei ein. Im Zuge dieser Kämpfe starb er. Angeblich wurde der Woiwode im Kloster Snagov bestattet, das vermutete Grab wurde allerdings in den 1980er Jahren geöffnet und leer vorgefunden, sodass die eigentliche Begräbnisstätte bislang unklar ist.

 

Vlad der Pfähler

 

Soviel zu einem historischen Abriss. Doch wer war nun Vlad? Offenbar war er ein talentierter Feldherr, ein geschickter, aber skrupelloser Herrscher und ein guter Kenner der osmanischen Kultur. Für die Menschen in Westeuropa war er aber vor allem eines: ein blutrünstiges Monster. Sie Sachsenstädte mochten den Woiwoden nicht und auch Corvinus war nicht gut auf ihn zu sprechen. Vermutlich ihnen ist es zu verdanken, dass in Europa zahlreiche diffamierende Schriften und Flugblätter kursierten, die Vlad eine unmenschliche Grausamkeit unterstellten. Es hieß beispielsweise, Vlad hätte im Kontext seiner Entmachtung des walachischen Adels 500 Bojaren (adlige Großgrundbesitzer unterhalb des Fürstenranges) pfählen lassen, indem man sie auf senkrecht gestellte, vorn zugespitzte Holzpfähle aufspießte:

 

Er hat all seinen lantherren vnd edel leuet in seinem land zu tisch geladen da das mal vorlbracht war da hub er an – an den eltesten vod fragt wie vil er waida die in dem land herren sein gewesen gedecht. Also fragt er einen nach dem anderen. Sie sagtten all als vil ietlicher west ainer sagt. I. einer XXX. Also was kainer vnter in er sagt von siben da ließ er die herren all spissen der waren in zal. CCCCC.“

[vgl. Die geschicht dracole waide. Historia. Dracole Waida, u.a. online einzusehen bei der Klassik Stiftung Weimar.]

 

Neben diesen politisch motivierten Hinrichtungen unterstelle man dem Woiwoden aber auch eine vollkommen willkürliche Grausamkeit, wenn er etwa die Frau eines Bauern getötet haben soll, weil diese ihrem Mann ein zu kurzes Hemd genäht hatte:

 

Er sach einen man arbeiten in einem kurtzen hed. Do fraget er in ob er ein weib het. Er sprach ia. Der dracole hieß sy fuer in pringen vnd fragt sy was sy arbeitet. Sy sprach ich wasch pach vnd spinn. Tzu hant lies er sy spissen. Daruemb das sy iren mann kein langes hemd gemacht het. Vnd gab im ein ander weib vnd sprach sy solt im ein langes hemd machen oder er wolt sy auch spissen.“

[vgl. Die geschicht dracole waide. Historia. Dracole Waida, u.a. online einzusehen bei der Klassik Stiftung Weimar.]

 

Das Pfählen ist in diesen Quellen Vlads bevorzugte Hinrichtungsmethode, daher auch sein posthum verliehener Beiname Țepeș (rumänisch für „der Pfähler“).  Diese ausgesprochen qualvolle Art der Bestrafung kannte der Woiwode wohl aus dem osmanischen Reich, wo sie bereits seit langer Zeit angewandt wurde. Es ist fraglich, wie viel Wahrheit hinter diesen Geschichten steckt. Einerseits wollten Corvinus und die Sachsenstädte Vlad als Monster darstellen, um ihn vielleicht so seiner Unterstützung zu berauben, ihn aus dem Weg schaffen zu können. Hierzu passt auch das häufige Auftreten einer Art der Hinrichtung, die erstens extrem grausam, zweitens aber auch osmanisch ist: Vlad konnte so als nicht-christlich angeprangert werden – ein Nicht-Christ auf dem Thron eines christlichen Reiches war in der damaligen Gesellschaft natürlich undenkbar. Andererseits kann dem Woiwoden auch aus einer bemüht objektiven wissenschaftlichen Perspektive ein gewisser Hang zur Grausamkeit nicht abgesprochen werden, belegen doch auch weitere, in keinem Zusammenhang zu seinen innenpolitischen Feinden stehende Quellen teils unmenschliche Strafen, die man durchaus so interpretieren kann, dass Vlad bemüht war, seine Position durch die Errichtung einer Herrschaft der Angst zu stärken. Die Brutalität der angewandten Methoden mag hier zwar nicht unbedingt größer sein als in anderen spätmittelalterlichen Herrschaften, die Häufigkeit ihrer Anwendung jedoch lässt vermuten, dass der Woiwode sich in dieser Hinsicht durchaus negativ von seinen Zeitgenossen abhob.

 

Vlad der Vampir

 

Warum wählte nun aber Bram Stoker ausgerechnet den walachischen Woiwoden als Vorbild für seinen Graf Dracula? Abseits des Namens und des Hangs zur Grausamkeit finden sich auf den ersten Blick wenig bis keine Gemeinsamkeiten beider Gestalten. Es ist anzunehmen, dass Stoker Zugang zu einer der Schriften hatte, die den Woiwoden als besonders blutrünstig präsentierte. Hier war die Rede von Pfählungen, von Häutungen und dem Kochen Verurteilter bei lebendigem Leib. Der entsprechende Text lagert im British Museum. Nach eigenen Angaben verließ sich der Autor bei seinen Recherchen zu Vlad besonders auf das Werk Account of the Principalities of Wallachia and Moldavia with Political Observations Relative to Them eines William Wilkinson aus dem Jahr 1820. Darüber hinaus konnte er sich wahrscheinlich bei zwei Gesprächen mit dem Orientalisten Arminius Vambery informieren. Die genaue Quellenkenntnis Stokers konnte bislang aber nicht rekonstruiert werden und wird sich wohl auch nie vollkommen belegen lassen. Vambery zumindest findet Eingang in den Roman selbst, was für seine Relevanz als Quelle Stokers spricht: Van Helsing, der ja mit Stoker den Vornamen teilt, will bei seinem Freund Arminius von der Universität nach Informationen über den historischen Dracula fragen.

 

Was macht nun Vlad zum Vampir? Eigentlich nichts, lautet die ernüchternde Antwort. Ein Vampir ist ein Wesen, das die Mythologien unterschiedlichster Kulturen und Epochen bevölkert. Stokers Vampire entsprechen besonders der Motivik osteuropäischer Folklore. So fallen Jonathan Harker sogleich die kalten Hände, spitzen Zähne und roten Lippen des Grafen auf. Weiterhin wird Harkers Gastgeber nie in dessen Rasierspiegel reflektiert, nimmt offensichtlich keine normale Nahrung zu sich, ruht den Tag über in einem Sarg und verlässt nachts das Schloss, um seinen Opfern aufzulauern und das Blut auszusaugen. Außerdem ist er ein Gestaltwandler. In den Möglichkeiten zur Bekämpfung und Vernichtung der Vampire finden sich pagane Motive des Volksglaubens ebenso wieder wie christliche Einflüsse. So kann Dracula ohne Hilfe kein fließendes Wasser überqueren und auch den Geruch von Knoblauch vermag er nicht zu ertragen – Motive heidnischen Glaubens. Weiterhin jedoch – und hier lässt sich der christliche Einfluss erkennen – ist es möglich, die Vampire durch einen Stoß mit einem hölzernen Pflock durch das Herz endgültig zu vernichten. Äußerlich unterscheiden sich Stokers Vampire von denen der osteuropäischen Überlieferung. Die vornehme Blässe und das aristokratische Auftreten entstammen den Erzählungen John Polidoris und Joseph Sheridan Le Fanus, die den Vampir mit ihren Werken salonfähig gemacht hatten.

 

Das alles klingt nicht nach Vlad. Auch die essentielle Verbindung von Vampirismus und Blut geht dem Woiwoden ab. Allenfalls in einem Gedicht Michael Beheims ist das Lebenselixier in Verbindung mit Vlad ein Thema. Der Dichter verwendet siebenmal den Begriff Blut. Allerdings vergießt der Woiwode dieses nur, nirgends heißt es, er würde es trinken. Lediglich die Bemerkung, Vlad ziehe Mut daraus, wenn er der Menschen Blut schwinden sehe, lässt sich in Richtung eines Energiegewinns aus der Substanz deuten, ohne jedoch ein Trinken derselben zu implizieren. Ob Stoker das Gedicht kannte, ist allerdings fragwürdig.

Äußerlich haben Dracula und Vlad wenig gemein. Während Stokers aristokratischer Vampir als groß und hager daherkommt, beschreiben mittelalterliche Quellen den Woiwoden als klein und gedrungen. Lediglich einen Schnurrbart sowie einen raubvogelartige Nase weisen beide Gestalten auf. Gerade letzteres Attribut kann jedoch auch unter antisemitischen Gesichtspunkten interpretiert werden. So hätte die Darstellungsform der Nase Draculas als „typisch jüdisch“ aus der durch antijüdische Vorstellungen geprägten Angst vor der Immigrationswelle ostjüdischer Einwanderer nach London gegen Ende des 19. Jahrhunderts resultieren können. Als hierzu passend präsentiert sich die Gier des Grafen als ebenfalls judenfeindlicher Stereotyp.

 

Vlad III. hat mit dem Grafen Dracula also wenig gemein. Beide sind grausam und teilen den Namen, darin erschöpfen sich die wesentlichen Punkte. Den Namen allerdings verwendete Stoker vermutlich unter einer falschen Prämisse, nahm er doch an, dieser bedeute „Teufel“. In der älteren Forschung kam diese Übersetzung mehrmals vor, ist jedoch in der tiefreligiösen mittelalterlichen Gesellschaft als äußert unwahrscheinlich anzusehen, sodass heute „Sohn des Drachen“ als wahrscheinlicher gilt. Neben Vlad III. wurden noch andere historische Persönlichkeiten verdächtigt, Stoker als Vorbild gedient zu haben. Hier ist beispielsweise die s.g. „Blutgräfin“ Elisabeth Báthory zu nennen. Dagegen spricht allerdings die Aussage des Romans, es handele sich bei Dracula um den Woiwoden, der sich in den „Türkenkriegen“ einen Namen gemacht habe. Das Buch verweist also klar auf Vlad III. als Quelle. Dass dieser jedoch die einzige Inspiration Stokers für seinen Grafen gewesen ist, muss bezweifelt werden. Wie dem auch sei, der Roman lebt ohnehin nicht von seiner historischen Genauigkeit. Entscheidend für Stokers Absicht ist, dass der Antagonist aus Osteuropa stammt. So konnte der Autor den bösartigen, halb orientalisch wirkenden Dracula einem „britischen Reich der Reinheit“ entgegenstellen, wie es der Historiker Klaus Schmidt einmal treffend formuliert hat. Die bergige Landschaft der Karpaten stellte eine Grenze dar: Transsylvanien, das Land der Wälder, war für den Westeuropäer des ausgehenden 19. Jahrhunderts ein Raum des Unbekannten, des Unheimlichen. Der Wald ist in Märchen und verbreitetem Volksglauben ein Ort der Magie. Hier konnten Vampire existieren und das aufgeklärte Westeuropa bedrohen. Doch dieses wiedersteht in Gestalt des Kleinbürgertums – repräsentiert durch Jonathan und Mina Harker – der Bedrohung aus Osteuropa.